EMDR
Eye Movement Desensitization and Reprocessing
Was ist EMDR?
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Methode zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen und belastender Erinnerungen. Sie wurde ursprünglich zur Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt. Sie kann jedoch auch außerhalb davon bei der Verarbeitung schwieriger Erinnerungen, welche heute noch belastend sind und ggf. zu anderen Symptomen beitragen, hilfreich sein. Beispiele hierfür sind u.a. Erfahrungen von Mobbing bei Menschen mit sozialer Angststörung oder Trennungserfahrungen bei Menschen mit Depression.
Bei EMDR wird die Patientin/der Patient zunächst in schonenden Kontakt mit der belastenden Erinnerung gebracht. Dies wird durch bilaterale Stimulation (meist geführte Augenbewegungen) begleitet. Dieser Prozess unterstützt das Gehirn dabei, die Erinnerung neu zu verarbeiten und emotional zu entlasten.
Ziel von EMDR ist es, die belastende Wirkung der Erinnerung zu reduzieren und neue, hilfreiche Perspektiven zu entwickeln. Die Methode gilt als effektiv, schonend und gut in bestehende Therapieansätze integrierbar.


EMDR in meiner Praxis
Ich befinde mich in laufender EMDR-Ausbildung und biete die Methode gegenwärtig im Rahmen von Psychotherapien für Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung nach einmaliger Traumatisierung (z.B. Autounfall, Überfall) an.
Für Menschen mit komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung nach Mehrfach-Traumatisierung (z.B. nach wiederholter Gewalterfahrung in der Kindheit) stehen in meiner Praxis aktuell andere wirksame Methoden zur Verfügung (z.B. angelehnt an STAIR/Narrative Therapie).